Bruns Versicherungsmakler

Vorvertragliche Anzeigepflicht – PKV

Zum  Thema vorvertragliche Anzeigepflichtsverletzung in Bezug auf die Privaten Krankenversicherung habe ich einen sehr interessanten Beitrag beim ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO gefunden.

Zum ZDF-WISO-Beitrag

Beim Abschluss einer Privaten Krankenversicherung spielt der Gesundheitszustand des Antragstellers eine wesentliche Rolle. Eine Übersicht über die wichtigsten Gesundheitsfragen finden Sie hier. Der Antragssteller verpflichtet sich zur wahrheitsgemäßen Angabe seines Gesundheitszustandes. Der WISO-Bericht zeigt sehr deutlich, wie wichtig dieses Thema ist und welche weitreichenden Folgen eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht haben kann. Deshalb frage ich in meinen Beratungen bereits im ersten Gespräch sehr detailliert nach dem Gesundheistzustand.

So kann ich mögliche Risikozuschläge, die den späteren Beitrag natürlich auch maßgeblich beeinflussen können, gleich bei den Krankenversicherungsgesellschaften anfragen und diese beim Krankenversicherungsvergleich berücksichtigen. Dies hat den Vorteil, dass es nach der Antragstellung nicht zu bösen Überraschungen durch die Risikobewertung kommt.

Private Krankenversicherung ab 59 Euro?

Das Thema Private Krankenversicherung ist gerade im Internet ein sehr umkämpfter Markt. Da greift mancher werbetreibender zu Mitteln, die natürlich legal, aber dennoch für mich äußerst fragwürdig sind.

Vielleicht sind auch Ihnen beim Serven im Internet bereits die plakativen Werbebotschaften zum Thema Private Krankenversicherung aufgefallen. Darin heisst es beispielsweise:

Private Krankenversicherung ab 40,89 Euro oder PKV ab 59 Euro *

Hört sich prima an, oder? Da ist mancher doch völlig zurecht verwundert, warum die eigene Prämie der Privaten Krankenversicherung deutlich über diesen genannten Beiträgen liegt. Doch zu beachten ist was sich hinter diesen, aus meiner Sicht, reißerischen Werbebotschaften verbirgt (was hinter dem “Sternchen” * steht) . Ich möchte einen Blick auf dieses Detail werfen, um Ihnen zu erklären, wie diese Werbeaussage zustande kommt.

Beispiel:
Private Krankenversicherung ab 59,00 Euro*

* 20-jähriger Mann, selbständig, SB inkl. Pflegeversicherung

Also handelt es sich als um einen sehr jungen, männlichen (20 Jahre – bedenken Sie, dass das Einstiegsalter und Geschlecht zu den wesentlichen Kriterien für den PKV-Beitrag zählen) selbständigen und einen Tarif mit einer Selbstbeteiligung (SB) inkl. Pflegepflichtversicherung.

Natürlich ist es möglich dem 20-jährigen einen solchen Krankenversicherungstarif zu bieten. Ich habe gerade im unabhängigen Vergleichsprogramm nachgerechnet. Zum Beispiel liegt der Tarif KEH750 der Central Krankenversicherung bei einem Monatsbeitrag von 56,10 Euro. Der KEH750 von der Central ist ein Hausarzttarif mit einer jährlichen Selbstbeteiligung von 750 Euro. Der Tarif bietet keinesfalls einen Hochleistungsschutz, sondern eine Grundabsicherung im Bereich der PKV(mit Lücken, wie beispielsweise im Bereich der Psychotherapie) zu einem attraktiven Beitrag.

Bleiben wir beim Tarif der Central Krankenversicherung verändern aber das Einstiegsalter des Selbständigen von 20 Jahre auf 22 Jahre (also Geburtsjahr 1988). Dadurch erhöht sich der Tarifbeitrag auf 127,46 Euro! Ein riesiger Beitragssprung. Wie begründet sich dieser? Die Central stuft den Selbständigen mit 20 Jahren noch in einen Beitrag für “jugendliche” ein und dieser wird dann umgestuft in den “Erwachsenenbeitrag”.

Somit ist die Beitragsangabe im Beispiel ” Private Krankenversicherung ab 57 Euro” natürlich für den 20-jährigen völlig korrekt. Es ist dennoch meiner Meinung nach ein reines Lockangebot, damit die Werbung angeklickt wird, mit dem Ziel, dass sich der Interessent für den Versicherungsvergleich einträgt und die Adresse z.B. an einen Versicherungsmakler weiterverkauft werden kann. Da ist die Enttäuschung für den Interessenten meist groß, wenn im persönlichen Gespräch plötzlich keine Rede mehr von solch günstigen Beiträgen ist.  So zahlt der 45-jährige Selbständige beispielsweise keine 57 Euro für diesen Tarif, sondern 220,91 Euro.

Übrigens geht es in der Werbung auch noch günstiger, indem aus dem 20-jährigen Selbständigen einfach ein Angestellter gemacht wird. In diesem Fall übernimmt der Arbeitgeber 50 Prozent der Kosten für die PKV. Dieser Anteil wird einfach vom Beitrag abgezogen mit dem Ergebnis: Private Krankenversicherung ab 29 Euro. Diese Werbebotschaft sehe ich aber äußerst selten. Vermutlich ist die Beitragsangabe schon zu niedrig, sodass die Glaubwürdigkeit von potentiellen Interessten in Frage gestellt werden könnte.

Ich halte von dieser Art und Weise potentielle Kunden “zu ködern” grundsätzlich überhaupt nichts, da diese Beitragsangaben nur auf sehr, sehr wenige PKV-interessierte zutreffen.

Ebensowenig treffen diese  Krankenversicherungsprämien für Beamte auf Probe oder auf Lebenszeit zu. Es gibt nur eine einzige Personengruppe, bei der eine solche Werbung angebracht wäre und das sind Referendare und Beamtenanwärter. Diese erhalten einen speziellen Ausbildungstarif dessen Beitrag in der Regel zwischen 50 – 85 Euro monatlich liegt, solange der Referendar oder Anwärter nicht älter als 38 Jahre ist (der Beitrag richtet sich nach der Beihilfeverordnung, Beihilfesatz, Einstiegsalter, Geschlecht – Vorerkrankungen bleiben in diesem Beispiel unberücksichtigt). Doch diese Zielgruppe soll mit den von mir beschrieben Werbeanzeigen im Internet gar nicht angesprochen werden. Es geht meist um Selbständige, Angestellte und Beamte (keine Referendare oder Anwärter) die sich neu PKV- versichern möchten oder bereits PKV-versichert sind und gerne beim Beitrag sparen wollen – was auch in machen Fällen möglich und natürlich legitim ist.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich halte es für absolut sinnvoll das Medium Internet als Versicherungsmakler zu nutzen. Für mich ist dies zu einer Selbstverständlichkeit geworden, da ich auf diesem Wege meinen Interessenten und Kunden jeder Zeit nützliche und wertvolle Informationen liefern kann. Auch ich biete einen unverbindlichen und kostenlosen Vergleich der Privaten Krankenversicherung an. Zum Beispiel hier können Sie sich für einen Krankenversicherungsvergleich für Beamte eintragen. Ein solcher Vergleich ist aus Kundensicht auch sehr sinnvoll und nützlich. Jedoch würde ich niemals falsche Hoffnungen durch reißerische Werbeaussagen beim potentiellen Kunden wecken. Ich denke, dass ist einfach eine Frage der Einstellung….

Eine Frage der Einstellung

Ich hoffe, Ihnen gefällt die Idee, dass ich Sie zukünftig hier in meinem Blog über Neuigkeiten aus dem Bereich der Privaten Krankenversicherung informiere. Gleichfalls möchte ich aber auch die Gelegenheit nutzen und Ihnen einen Einblick in meine tägliche Arbeit geben und Ihnen meine damit verbundenen Gedanken und Erlebnisse näher bringen.

Kundenberatung und Betreuung ist für mich eine Frage der Einstellung. Vielleicht hört sich dieses Statement zunächst nach einer billigen Floskel an, aber dennoch entspricht es meiner Art Geschäfte zu machen. Natürlich lebe ich von Private Krankenversicherungen, genau wie der Schuhverkäufer vom Schuhe verkaufen, dennoch möchte ich meinen Kunden mehr bieten. Wer bei mir eine Private Krankenversicherung oder eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließt kann sich eines dauerhaft erstklassigen Service sicher sein. Dieser definiert sich für mich dadurch, dass ich für jeden meiner Kunden stehts ansprechbar bin, als Experte über den neusten Wissensstand verfüge und mich für die Belange meiner Kunden einsetze.

Ich frage mich, gibt es immer noch das miese Image des Versicherungsvertreters der dem Kunden egoistisch jede nur erdenkliche Versicherung aufschwatzen will?  Früher hatte jeder in Deutschland die Möglichkeit von heute auf morgen in diese Branche einzusteigen. Dabei wurden keine Vorkenntnisse oder Produktwissen geprüft. Gestern noch Bäcker, heute schon Versicherungsvertreter – lange Zeit war das in Deutschland möglich und sogar Alltag. Ich möchte der Bäckerinnung nicht zu nahe treten. Ebenso hätte ich jeden anderen Beruf nennen können. Kein Wunder, dass Beratungsqualität und Kundennähe dabei auf der Strecke blieben. Glücklicherweise hat der Gesetzgeber diesem Treiben inzwischen ein Ende gesetzt und fordert klare Qualifikationen für meinen Berufszweig. Eine weise und gute Entscheidung aus meiner Sicht, die unseren Berufsstand deutlich aufwertet.

Im Gegensatz zu den Versicherungsagenturen der Gesellschaften, die an jeder Straßenecke zu finden sind, habe ich mich in den letzten Jahren für einen anderen Weg entscheiden. Da wäre zum Einen die Spezialisierung zu nennen auf den Bereich der PKV, zum Anderen aber auch die Unabhängigkeit von den Versicherungsgesellschaften, die ich in vollen Zügen genieße. Dies gibt mir eine unwahrscheinliche Freiheit bei der Arbeit die ich nie mehr missen möchte. Es gibt keine Geschäftspläne, die ich zu erfüllen habe. Keine Versicherungsgesellschaft kann daherkommen und mir mitteilen, dass zur Erfüllung des Geschäftsplanes für das laufende Jahr noch beispielsweise acht Kraftfahrzeugversicherungen fehlen und vier Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr. Ich halte in manchen Situationen z.B. eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr nicht für das optimale Produkt für den Kunden aber leider werden bis heute die Versicherungsagenturen bei vielen Gesellschaften in unzählig viele Geschäftsziele in den verschiedensten Sparten gezwängt, sodass der Versicherungsagenturen bestimmte Produkte verkaufen muss, um sein Jahressoll zu erfüllen – unabhängig, ob er das Produkt für den Kunden für vorteilhaft hält oder nicht. Übrigens sieht die Sachlage in den meisten Banken nicht anders aus.

Ich spreche aus eigener Erfahrung und erinnere mich an lange Diskussionen mit meinem damaligen Filialdirektor, als ich mich weigerte bestimmte Produkte zu verkaufen. Schon damals hatte ich mir den Krankenversicherungsbereich als den für mich interessantesten erkannt, da der Beratungsbedarf und die Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Beratung hier mit am höchsten waren. Andere Versicherungsprodukte, die ich für weniger sinnvoll hielt, schloss ich jedoch nicht ins Beratungsgespräch ein. Somit trennten sich unsere Wege, da mein damalger Vorgesetzter mit meiner Einstellung nicht leben konnte. Ich muss ihn an dieser Stelle aber in Schutz nehmen. Seine Aufgabe war es in allen Versicherungssparten für Umsatz zu sorgen da bedurfte es an Allroundern. Spezialisten waren fehl am Platz.

Nach der damaligen Trennung traf ich dann die einzig richtige Entscheidung und spezialisierte mit als unabhängiger Versicherungsmakler im Bereich der Privaten Krankenversicherung. Der Bereich der Privaten Krankenversicherung erfordert sehr viel Fachwissen und eine individuelle und unabhängige Beratung. Diese ist aus meiner Sicht einfach nicht möglich, wenn ich ”nebenbei” angewiesen bin zig weitere Versicherungsprodukte anzubieten und zudem an eine Gesellschaft gebunden bin. Dies soll auf keinen Fall die Leistung der vielen guten Versicherungskaufleute bei den verschiedensten Gesellschaften schmälern. Nur habe ich vor Jahren für mich erkannt, dass die Leitung einer solchen Versicherungsagentur nicht meinen Idealen entspricht.

Heute kann ich mich voll auf die Private Krankenversicherung konzentrieren. Ich nehme mir Zeit für meine Beratungen und reagiere schnellstmöglichst auf jede Frage meiner Kunden. Trotzdem bleibt mir genug Freiraum um mich mit dem aktuellsten Fachwissen rund um die PKV auseinanderzusetzen, damit ich jederzeit auf dem neusten Wissensstand bin. All das ist meiner Meinung nach für einen Versicherungskaufmann oder Versicherungsfachmann, der von der Kraftfahrzeugversicherung bis hin zur Gerwerbehaftpflicht alle Produkte anbietet  kaum möglich – zudem bin ich als als Versicherungsmakler an keine Versicherungsgesellschaft gebunden.

Ich zähle mich zu den Menschen, denen ihre Arbeit Spaß macht und Freunde bringt und ich möchte das meine Kunden dies spüren und sich bei mir mit Ihrer Privaten Krankenversicherung besser aufgehoben fühlen als irgendwo sonst. Das ist der Standard, den ich für meine Geschäfte setze. Von der Beratung bis hin zum Service.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen betreffen auch Beamte

Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse sind von den neuen Zusatzbeiträgen der GKV ebenso betroffen wie Angestellte und Selbständige GKV-versicherte. Bislang planen lediglich einige gesetzlichen Krankenkassen die Einführung eines Zusatzbeitrages um die 8 Euro im Monat, jedoch stellen sich für mich zwei Fragen: Zum Einen, wann die gesetzlichen Krankenkassen nachziehen, die zunächst auf den Zusatzbeitrag verzichten und zum Anderen, ob es dauerhaft bei dem Zusatzbeitrag von “nur” 8 Euro bleiben wird. Ich persönliche rechne damit, dass schon im kommenden Jahr aufgrund der finanziellen Lücken bei den gesetzlichen Krankenversicherungen der Zusatzbeitrag vom Großteil aller gesetzlichen Krankenkassen erhoben wird. Von daher ist es fraglich, ob ein Wechsel innerhalb der GKV zu jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist, da kein langfristiger Vorteil entstehen dürfte. Für Beamte gibt es zur Privaten Krankenversicherung, sowohl vom Beitrag, als auch leistungsmäßig weiterhin keine Alternative und somit erübrigt sich glücklicherweise weitgehend die Diskussion um die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenkasse.

 

Bruns Versicherungsmakler